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Die Tautologie

Tautologie in der Rhetorik

Dieses rhetorische Mittel ist ein Ausdruck, welcher in der Rhetorik vorkommt. Es bedeutet, dass eine Sache oder ein bestimmter Sachverhalt in einem sinngleichen oder aber sinnverwandten Ausdruck noch einmal erwähnt werden. Die Tautologie ist dabei durch die Stilistik charakterisiert, dass ein Begriff durch zwei oder mehrere gleiche oder ähnliche Begriffe, meist in der sogenannten Zwillingsformel, wiedergegeben wird. Die Tautologie wird oft eingesetzt, um die Verstärkung oder die Hervorhebung einer Bedeutung zu signalisieren.

Beispiele der Tautologie

Auch der Begriff "in Reih und Glied" ist eine Tautologie.

Auch der Begriff “in Reih und Glied” ist eine Tautologie.

Beispiele für dieses stilistische Mittel sind etwa die Ausdrucke “Angst und Bange”, “voll und ganz”, “nie und nimmer”, oder aber “in Reih und Glied”. Eine Besonderheit ist, dass auch eine Tautologie vorliegt, wenn derselbe Ausdruck noch einmal verwendet wird. So etwa bei Spiel ist Spiel, Geschäft ist Geschäft oder „Eine Rose ist eine Rose“.

Der verwandte Pleonasmus

Ein verwandter Begriff ist der Pleonasmus. Oft werden Tautologie und Pleonasmus fälschlicher Weise synonym verwendet. Doch sollte nicht der Unterschied übersehen werden. Denn während die Tautologie meist zwei- oder mehrgliedrig ist, ist der Pleonasmus ein eingliedriger Begriff. Der Pleonasmus wird in der Rhetorik zur Verdeutlichung, Verstärkung oder besonderen Hervorhebung des Gesagten angebracht.

Beispiele des Pleonasmus

Beispiele für einen Pleonasmus wären etwa die “runde Kugel”, ein “alter Greis” oder der Ausdruck “zwei Zwillinge”. Auch Begriffe wie die “tote Leiche”, ein “Einzelindividuum” oder “nasser Regen” sind Pleonasmen.

Gegenbegriff der Tautologie

Der Gegenbegriff ist das Oxymoron. Dies ist eine Formulierung aus zwei gegensätzliches oder sich widersprechenden oder ausschließenden Begriffen. So ist auch das Oxymoron durch eine Zwillingsformel geprägt. Der innere Wiederspruch dieses rhetorischen Mittels dient der pointierten Darstellung eines mehrdeutigen, vielschichtigen oder doppelbödigen Inhalts. Vor allem in der Lyrik oder der dichterischen Prosa findet dieser Gegenbegriff der Tautologie Verwendung.

Beispiele des Oxymoron

Beispiele für das Oxymoron gibt es viele, so etwa die Ausdrücke “weniger ist mehr”, “eile mit Weile”, die Begriffe “Hassliebe” und “Bürgeradel” oder Nennungen wie “schwarze Sonne”, “stummer Schrei” oder “schwarzer Schimmel”.

Das verwandte Hendiadyoin

Auch das Hendiadyoin ist ein in der Rhetorik bekanntes rhetorisches Stilmittel. Diese Figur bezeichnet einen komplexen Begriff in zwei durch die Konjunktion und verbundene, aber semantisch ungleichrangige Ausdrücke. So ist auch dieses stilistische Mittel durch eine Zwillingsformel gekennzeichnet. Im Gegensatz zur Tautologie besitzen die einzelnen Wortbestandteile hier nicht schon für sich allein genommen die gleiche Bedeutung wie der gesamte Ausdruck.

Beispiele für Hendiadyoin

Beispiele für das Hendiadyoin sind etwa Ausdrücke wie “rank und schlank”, “frank und frei” oder “klipp und klar”. Aber auch Ausdrücke wie das “Hab und Gut”, “Feuer und Flamme”, “Haus und Hof” gelten als Hendiadyoin.